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Jana Inas Mama Blog – Von einer Mutter für Mütter geschrieben

Verlangen wir nicht zu viel von unseren Kids?

tochterfrisurGerade eben habe ich einen Bericht bei der Bild Zeitung gelesen und konnte dabei nur noch den Kopf schütteln. Der Überschrift lautet "Ego-Eltern zerren Kinder ins Ziel". Bei einer Junior-Marathon schleppen ehrgeizige Eltern ihre Kinder bis zur Ziellinie. Egal ob die Kinder noch können oder nicht. Dabei gibt es ein Bild von diesen Eltern zu sehen, wie sie tatsächlich die Kinder am Arm festhalten und sie ziehen, schieben oder abschleppen - es tut mir leid aber für solche Aktion fehlt mir gerade kein besseres Wort ein. Ganz ehrlich: wie schrecklich ist das denn? Was sind das für Eltern, die den eigenen Kindern so ein Druck aufbauen, dass sie von vorne an entweder keine Lust auf Sport bekommen oder so ehrgeizig sind, dass sie eines Tages psychisch krank werden? Wie kann man dem eigenen Kind sowas antun? Das ist das selbe mit Kinder-Miss-Wahlen, z.B. Wie kann man einem Kind Wimpern ankleben und hohe Schuhe verpassen damit es wie eine Puppe auf dem Laufsteg läuft?

Für mich sind das alles frustrierte Erwachsene, die leider etwas in der Kindheit verpasst haben und sich nun mit den Kindern verwirklichen wollen. Eine andere Erklärung finde ich leider nicht dafür.

Die Wahrheit ist, dass wir Eltern manchmal viel zu viel von unseren Kindern verlangen und manchmal dabei vergessen, dass auch sie Freizeit brauchen. Es tut Kindern gut auch mal langeweile zu haben - erst ab diesem Moment werden sie kreativ und erfinden neue Spiele oder Beschäftigungen. Kinder brauchen keine volle Agenda und müssen keine fünf Sportarten gleichzeitig treiben. Sie müssen nicht mit sechs Fußball spielen können wie Cristiano Ronaldo oder schwimmen wie Michael Phelps. Das ist doch absurd! Wenn ich manchmal die Gespräche von anderen Eltern mitbekomme könnte ich wirklich ausflippen - "meine Tochter kann das!" - "ja, aber mein Sohn kann das doch viel besser und schon seit ewig". Da hilft wirklich nur abschalten und auf Abstand gehen.

Meine Kinder treiben natürlich Sport, weil das gesund ist und Kinder u.a. Disziplin beibringt. ABER sie treiben den Sport, den sie wirklich mögen und von sich aus wollen. Sie werden von uns gefördert solange Sie Spaß dran haben - sie sind Kinder und müssen uns nichts beweisen! Sie sollen nur Spaß haben und das positiv sehen!

Wie seht ihr das, liebe Muttis?

Dicken Kuss.

Trennung kann schmerzhaft sein...

kindersachenSich von Sachen zu trennen ist nicht einfach. Und wenn es um die Sachen deiner Kindern geht dann ist das noch schwieriger. Es war aber soweit - die Garage platzt aus allen Nähten und die Kartons voller Kinderklamotten wurden immer mehr. Zeit um Abschied zu nehmen. Ich habe alles durch geschaut. Bei manchen Sachen musste ich lachen, bei anderen musste ich weinen. Es sind so viele Erinnerungen mit Kleidungen verbunden. So viele Momente werden im Kopf wiederbelebt und dadurch schlägt das Herz schneller. Auch wenn ich weiß, dass ich nicht alles behalten darf - ich würde am liebsten alles für immer für mich behalten.

Wenn ich die Babyklamotten von meinen Kindern in den Händen habe muss ich spätestens da feststellen, wie groß sie schon geworden sind und wie schnell die Zeit vergeht. Die kleinen Strampler werden wohl nur noch von den Puppen getragen und kleine Schühchen erinnern mich zu denken, wie klein diese Riesenfüße einmal waren. Aber das schmerzhafte ist, dass das Ganze mich dazu bringt, zu sehen, dass das ganze nie wieder kommen wird. Unsere Kinder werden größer und unabhängiger. Sie schaffen einiges alleine und werden selbstständig.

Und deswegen schreibe ich mir alles auf. Ich habe schon immer Tagebücher für meine Kinder geführt. Alle schönen Momente werden dort mit Wörtern verewigt. Ich möchte das ganze nicht vergessen und vor allem möchte ich, dass meine Kinder irgendwann mitbekommen, was sie alles getrieben haben und wie sehr sie mir schon immer wichtig waren.

Ja, ich habe mich von fast 10 Kartons getrennt - die Kinder Klamotten habe ich anderen geschenkt, die sich darüber total gefreut haben. Auch, wenn es weh tut freut mich der Gedanke, dass andere Kinder die Sachen meiner Kindern weiter tragen werden. Und somit bleibt ein Stückchen unserer Geschichte weiter am Leben.

Und nein, ich habe nicht alles weg gegeben. Ein paar Sachen musste ich einfach behalten. Warum? Weil es mir wichtig ist. Weil ich mich von den Sachen nicht komplett trennen möchte. Weil in diesem behaltenen Kartons viel zu viel Geschichte steckt - und das gehört nur uns. Für immer.

Kinderherzen erobert man doch mit Kleinigkeiten...

crossbuggyWenn wir Eltern mit den Kinder für mehrere Tage unterwegs sind versuchen wir immer alles perfekt zu machen. Wir wollen jeden Tag eine neue Attraktion besuchen, am liebsten viel erleben damit die Kids sich nicht langweilen und den Tag voll packen. Klar ist das schön aber im Endeffekt vergessen wir, dass die Kleinigkeiten unsere Kinder beeindrucken. Am Ende sind es die einfachsten Sachen die am schönsten sind.

Wir waren fast eine Woche in Berlin. Unser Sohn hatte Herbstferien und ich musste ein paar Tage in der Hauptstadt für eine TV Sendung drehen. Für mich ist es selbstverständlich dann meine Kinder mitzunehmen. Ich kann sie unmöglich so viele Tage zu Hause lassen, wenn ich weiß, dass auch Daddy beruflich unterwegs ist. Also packten wir das Auto voll und sind alle nach Berlin gefahren. Ich habe alles gecheckt: der Zoo liegt ganz in der Nähe, Sea Life hat den ganzen Tag auf und das Legoland hat eine Ninjago Ecke - also, alles perfekt.

Jede freie Minute wurde ausgenutzt. Wir sind viel rumgelaufen, die Kinder haben viel gesehen, zwischendurch wurde auch geschwommen, kleine Lego Menschen waren die neuesten Hotel Mitbewohner und die Kids waren happy. Mutti hatte ein gutes Gewissen beim arbeiten, weil ich wusste, dass es den Kids gut geht.

Nach fast einer Woche als wir wieder zu Hause waren und ins Bett gingen, redeten wir über diese tolle Woche und über alles, was wir gesehen und erlebt haben. Und als ich die Frage gestellt habe, was für meinen Sohn das schönste war überraschte er mich mal wieder mit seiner klugen Antwort...

Das schönste für ihn war, dass er selber sein Frühstück beim Buffet morgens aussuchen und es alleine holen durfte. Mit dieser Antwort habe ich überhaupt nicht gerechnet! Natürlich fand er den Zoo und das Legoland toll. Aber selbst das Frühstück aussuchen zu dürfen - das ist doch genial. Seine Zimmertür mit einer Karte aufzumachen - das ist der Wahnsinn. Und ab und zu abends im Hotel Restaurant zu sitzen und einen Burger bestellen zu dürfen - das war ein Highlight!

Das ist der Moment, wo du als erwachsener Mensch wieder mal von einem Kind lernst. Die kleinsten Sachen sind doch die schönsten. Man braucht nicht immer so viel zu organisieren oder viel Geld dafür auszugeben, nein! Alles, was Kinder brauchen ist Nähe, Liebe, Aufmerksamkeit und etwas Neues. Etwas, was nicht zur täglichen Routine gehört und innovativ ist - wie eine Zimmerkarte statt einen Schlüssel.

Wie schön, dass ich täglich von meinen Kindern lernen darf. Was für ein schönes Herz Kinder haben! Wie schön es wäre, wenn wir alle die Welt ein bisschen mehr mit Kinderaugen sehen könnten!

Dicken Mutti Kuss.

Oh Gott, schon wieder vergessen!

freundinspaßAls wir am Flughafen für unsere kleine Ferienreise ankommen sind merkte ich sofort, dass irgendwas fehlte. Ich habe nichts geringeres als die Reisepässe der Kinder vergessen! Wie konnte ich die Pässe vergessen? Wie ist das möglich? Ich denke immer an alles - Spielzeug, Malbücher, Windeln, Kuscheltuch, Kopfkissen und wie kann es sein, dass ich genau das wichtigste zu Hause liegen lasse? Oh man, langsam mache ich mir Sorgen! Seit einiger Zeit vergesse ich alles mögliche. Wenn ich im Kalender nicht nach unseren Terminen schaue weiß ich nicht, wann sie sind. Ich denke an Tausende Sachen, die ich mitnehmen will und vergesse die Hälfte zu Hause. Ich verabrede mich mit meinen Freundinnen aber vergesse dabei, dass ich gleichzeitig andere Sachen machen muss. Ist das eine Mutter Krankheit?

Wir alle kennen die so genannte Schwangerschaftsdemenz. Ja, die gibt es tatsächlich. Ich war noch nie so vergesslich, wie bei meiner Schwangerschaft. Als die Kinder geboren waren freute ich mich wieder auf mein vollständiges Gehirn. Das ging aber nicht so, wie ich mir gewünscht habe, weil direkt danach die Stilldemenz dazu kam. Und so ging es weiter. Aber was kommt danach? Die Mutter-sein-Demenz?

Ich glaube eher, dass wir Frauen einfach viel zu viel im Kopf haben und nie abschalten können. Ich denke ständig an die Sachen, die ich einkaufen muss aber gleichzeitig an alles, was ich im Büro erledigen soll und nebenbei noch an die Fußballtraining&Ballett Termine. Dann kommen dazu meine Jobs, die Tagesplanung zu Hause und die viele Verabredungen mit Schulfreunden. Die Zeit rennt und man versucht alles zu schaffen ohne dabei irgendwas zu vergessen. Aber leider klappt das nicht immer, wie man sich wünschte oder vor hatte.

Imaskesahinch bewundere Freundinnen, die immer total entspannt sind und sich nicht ärgern, wenn irgendwas nicht funktioniert. Ich bin eine Perfektionistin, die gerne auch noch alles sauber und aufgeräumt hat.

Deswegen finde ich es wichtig, dass man lernt sich Zeit für sich zu nehmen. Mit so viel Stress im Alltag ist es wichtig, dass wir uns was gönnen. Egal, ob es nur ein Buch lesen ist oder ein Besuch beim Friseur - wir Frauen müssen lernen, dass 1. nicht immer alles klappt, wie wir es vor hatten und 2. auch wir manchmal eine Belohnung brauchen. Ich weiß das ist schwer und so viel Zeit haben wir dafür nicht aber wir MÜSSEN die Zeit dafür finden sonst wird aus Schwangerschafts- und Stilldemenz eine ewige "Mutterdemenz" - und das können wir gar nicht gebrauchen, oder Muttis?

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