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RTL - Wir helfen Kindern

Projekt: Hilfe für sehbehinderte Kinder in Recife/Brasilien

Träger: Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. / cbm

Patin: Jana Ina Zarrella
 
 
Jana Ina kümmert sich um ein blindes Baby in BrasilienIm Großraum Recife mit seinen 3,8 Mio. Einwohnern gibt es zwar Industriebetriebe und im Küstenstreifen Tourismus, das Angebot an Arbeitsplätzen ist jedoch viel zu gering, um den Bedarf an Arbeit zu decken. Über die Hälfte der Bevölkerung in der Region lebt in Armut, etwa 60% der städtischen Bevölkerung lebt in den Großstädten in Favelas. Diese Menschen leben unter schlechten hygienischen Bedingungen, weisen eine schwierige Ernährungssituation auf und haben keinen Zugang zu privatärztlichen Diensten. Die Versorgung im augenmedizinischen Diensten ist völlig unzureichend und die Menschen leben mit dem besonders hohen Risiko zu erblinden. Die Zahl der blinden Kinder in der Zielregion wird auf etwas 42.300 geschätzt. In Lateinamerika ist die Netzhautablösung bei Frühgeborenen der häufigste und angeborener Grauer Star der zweithäufigste Grund für Kinderblindheit. Um die Erkrankung zu heilen ist eine rasche Laseroperation nötig bzw. kann mit einer kleinen Operation den Kindern das Augenlicht wieder geschenkt werden.
 
 
Die bestehende Klinik in Recife ist die einzige Einrichtung ihrer Art für die Behandlung armer Patienten in der Region. Im Jahr 2009 wurden 22.380 Behandlungen an 2.658 Patienten durchgeführt. Obwohl die Klinik bereits eine hohe Kapazität hat, ist sie nicht in der Lage, die große Nachfrage an augenmedizinischen Diensten für Menschen mit niedrigem Einkommen zu befriedigen. Dies liegt vor allem an den begrenzten und zu kleinen Räumlichkeiten in den bisherigen angemieteten Gebäuden, die ursprünglich nicht für medizinische Zwecke gebaut wurden. Zum einen fehlt es an Behandlungszimmern, OPs, Werkstätten, Therapieräumen etc., zum anderen führt die ungeeignete Bauweise mit verschachtelten Gängen etc. dazu, dass der Patientenfluss nicht optimal gewährleistet ist. So müssen medizinische Geräte in Durchgangszimmern installiert werden, die dann wiederum für die Dauer der Untersuchung oder gar Behandlung den Durchgang blockieren und die Weiterversorgung anderer Patienten behindern. Es können deshalb deutlich weniger Menschen behandelt werden, als dies nötig wäre. Derzeit beträgt die Wartezeit auf eine Untersuchung in der Klinik etwa 6 Monate, die Wartezeit für eine Behandlung beträgt 8 Monate. In dieser langen Zeit schreiten nicht erkannte und behandelte Erkrankungen weitere fort, so dass irreversible Schäden eintreten und eine Behandlung oder gar Heilung unmöglich werden.
 
Eine Erweiterung vor Ort ist nicht möglich, so dass ein Neubau an einem neuen Standort erforderlich ist. Der Neubau des gesamten Klinikkomplexes soll durch das Kinderrehabilitationszentrum eingeleitet werden. Dort soll sowohl die Nachsorge für Kinder, die zuvor operiert wurden, als auch die Rehabilitation unheilbar sehbehinderter sowie mehrfachbehinderter Kinder gewährleistet sein. In den Fällen, in denen eine vollständige Heilung nicht möglich ist, erhalten die Kinder und ihre Familien Schulungen im Umgang mit Sehhilfen bzw. erlernen, wie sie auch ohne oder mit geringem Sehvermögen ein selbständiges Leben führen können. Dadurch wird der Betreuungsaufwand gesenkt und vermindert das Armutsrisiko. Schwerpunkt der Rehabilitation liegt auf den Frühgeborenen, Säuglingen und Kleinkindern, da bei ihnen die größtmöglichen Chancen bestehen, das Sehvermögen wiederherzustellen. Außerdem soll zur Vorbereitung auf Operationen ein kardiologischer Dienst eingerichtet werden, da Augenoperationen bei Kindern in der Regel unter Vollnarkose geschehen, die jedoch nur bei stabilen Herz-Kreislauf-Bedingungen möglich ist. Darüber hinaus werden die Eltern und Familienangehörigen dieser Kinder in dem Rehabilitationszentrum im Umgang mit der Behinderung ihrer Kinder geschult. Durch den Neubau soll die aktuelle Kapazität des Rehabilitationszentrums von 4.112 allgemeinen Behandlungen monatlich auf 6.936 gesteigert werden.
 
Ziel es ist es, die Lebenssituation der von Blindheit oder Mehrfachbehinderung betroffenen Kinder aus armen Familien im Nordosten Brasiliens zu verbessern. Durch Prävention von Blindheit bei Kindern und Rehabilitation blinder und sehbehinderter Kinder aus niedrigen Einkommensschichten wird erreicht, dass diese Kinder nicht aufgrund einer bereits vorhandenen oder zu erwartenden Behinderung von ausreichender Bildung und von der Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. außerdem wird durch die Prävention von Blindheit und Förderung blinder und mehrfachbehinderter Kinder vermieden, dass andere Familienangehörige, die diese Kinder mit hohem Zeitaufwand versorgen, ebenfalls vom Erwerbsleben ausgeschlossen werden. Damit leistet dieses Programm einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.
 
Das Grundstück für den Bau des Rehabilitationszentrums hat der lokale Träger bereits erworben. Das Fundament für den Bau soll so angelegt sein, dass das Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt um weitere Stockwerke für Ambulanz, Operationssäle etc. erweitert werden kann. Die Kosten für den Bau des Fundaments werden aus Eigenmitteln finanziert und ebenso die Ausstattung des Rehabilitationszentrums. Der Spatenstich wird im September 2011 erfolgen.
 
Text: © RTL
Jana Ina trägt ein erblindetes Baby auf dem Arm Jana Ina hilft blinden Kindern in Brasilien
Alle Fotos: © RTL

Dankesbrief von RTL an Jana Ina:

Dankesbrief von RTL an Jana Ina

 

 

 

 

 

 

 

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